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  • The Spirit Scribe

Kontakt nach oben, Erdung nach unten


12.11.2020


[Ich habe heute zum ersten Mal meine Aspekte der Reihe nach angerufen. Mit Kerzen an und mit einem Räucherstäbchen aus weißem Salbei. Ich bin gespannt, wie sich das auswirkt. Am Ende der Aufzählung habe ich aus einer Laune heraus gesagt »lieber Rat, lass uns arbeiten!« Genau in dem Moment kam eine Sternschnuppe vom Himmel, platzte vor meinen Augen und White stand vor mir. Sehr eindrucksvoll! Wir sind in der weißen Matrix, wie immer. Und sie hat den Stuhl, auf dem ich sitze, mit in die Matrix geholt. Der ist ganz neu. Er ist heute erst gekommen. Ein ganz bequemer Bürostuhl, in dem man die Lehne nach hinten machen kann.]


White [geht prüfend drumherum]: Gefällt mir. Gefällt mir. The Council approves. Na ja, gute Hilfsmittel sind schon ziemlich wichtig. Aber so ein Thron aus Kristallen wäre noch besser.

T: Früher habe ich die ganzen Leute für lächerlich gehalten, die kleine Pyramiden irgendwo hinstellen oder die Wohnung ausräuchern oder ein Feenhäuschen im Garten haben. Ich muss das ganz reuig zugeben. Oder die speziell angefertigten Schmuck haben, in dem angeblich ein Baumgeist lebt oder all solche Sachen. Wo der normale Mensch einfach denkt, die spinnen alle. Aber jetzt? Tja. Ich bin mir aufgrund meiner Erfahrungen dieses Jahr nicht mehr so sicher, dass das alles wirklich keine Auswirkungen hat.

W: [geht immer noch um mich herum] Also weißt du, nur weil du deinen Hintern auf ein Kissen setzt, auf das die Blume des Lebens aufgezeichnet ist, wirst du nicht zu einem spirituellen Menschen.

T: Hehe.

[Musik: »I cannot give you any more«. Es ist wieder Muse, diese hervorragende Band. Ich meine sie heißen schon »die Muse«. Sie singen: »Don’t leave me out to die. Open up to me!« Das Lied heißt »Dead Inside.«]


T: Wie sehr das alles immer nach Menschen klingt, die die geistige Welt suchen. Man denkt immer nur, sie singen von Liebe und einer Frau, aber … Das beweist für mich, dass alle Menschen im Kern ihres Wesens das Gleiche suchen – den Anschluss an die geistige Welt. Denn das ist ja das, was wir ultimativ verloren haben.

[Imagine Dragons singt: »I’m just a sucker for pain«.]

W: Ein herrliches Lied. Es ist das, was alle sagen. Alle, die sich damit beschäftigen, sagen: Dadurch, dass ihr (im wahrsten Sinne des Wortes) »aus dem Himmel gefallen seid« (übrigens nicht in die Hölle hinein, und auch nicht wirklich in ein Zwischenreich, sondern einfach in eine ganz andere Art von Himmel), wollt ihr natürlich wieder zurück.

In eurem tiefsten Inneren erinnert ihr euch nämlich doch, wie es sein müsste. Ihr vergleicht eure Situation auf der Erde immer unbewusst mit der Situation, die ihr kennt. Und die einzige ewige Situation, die ihr kennt, ist die Situation aller Seelen, dass ihr ein untrennbarer Teil Gottes seid. Und das Buch »Gespräche mit Gott« hat völlig recht, wenn es sagt, das war Gottes Coup.

Ein untrennbares Wesen, das es schafft, sich selbst scheinbar doch zu trennen. Alle Lehren, die das als Kern haben, haben völlig recht, und so wollt ihr wieder zurück. Viele Psychologen sagen, dass eigentlich jeder Mensch wieder in den Mutterleib zurückwolle. Das sei sein großes, hehres Ziel, da wäre er vollkommen happy und sicher.

Das greift gar nicht weit genug, denn im Mutterleib ist es gar nicht immer so toll. Es kann auch mal kalt sein oder beengt natürlich. Das greift also eigentlich noch zu kurz. Obwohl es eine recht extreme Annahme ist. Ihr wollt natürlich zurück zu der ultimativen Mutter, dem ultimativen Vater zu Abwun.


T: Das stand in einem Buch.

W: Ja ja, das Thomas Evangelium. Da stand das drin. Allvater oder Allmutter, das bedeutet alles gleichzeitig. Und wurde in der Bibel einfach mit Vater übersetzt. [Sie zuckt mit den Schultern] Normale Härte. Darin liegt auch ein großes Grund-Problem. Ich habe gesagt, ihr seid aus dem Himmel gefallen. Das muss man wirklich in Anführungsstriche setzen. Denn ihr seid zwar aus der geistigen Welt heraus in ein Leben hinein gekommen, aber grundsätzlich ist es hier ja gar nicht schlecht. Es müsste nicht schlecht sein. Es ist dual, aber es muss nicht schlecht sein. Und jemand, der immer danach strebt, nur zurückzukommen zu uns, also zurück ins Himmelreich zu kommen, der denkt doch völlig falsch. Das passiert doch sowieso. Du musst nur sterben, und zack bist du wieder bei uns!

Der Trick ist doch, den Himmel auf Erden zu finden. Auch das sagen viele eher weiter entwickelte Glaubensbilder. Religionen eher weniger, denn die haben davon nichts. Die müssen dir erzählen, dass hier alles unvermeidbares Leid und Not ist und du gehorchen musst. Also, ihnen gehorchen musst. Die müssen dich auf später vertrösten. Aber das ist der eigentliche Knackpunkt. Finde das Himmelreich in der Dualität. Ja, das ist komplex. Keiner hat gesagt, dass das einfach ist. Aber die einfachen Aufgaben habt ihr alle schon durch. Hast du darüber schon einmal nachgedacht?

T: Das überfordert mich jetzt ehrlich gesagt gerade. Die einfachen Aufgaben haben wir alles schon durch?


W: Was meinst du denn, wie lange wir dieses ganze Spiel hier schon spielen? Doch nicht erst seit gestern! Wir spielen das Spiel seit dem, was ihr Urknall nennt. Seit der Abspaltung. Seit dieser Aufteilung Gottes in kleine Götterfunken. Und glaubt mir, das ist sehr lange her. Deswegen: Ja, die einfachen Aufgaben habt ihr durch. Ganz besonders die auf der Erde. Das hast du auch an zehn Ecken schon gelesen und viele Leute sagen dir das stimmigerweise auch immer wieder.

Die Leute, die auf die Erde kommen, bringen eine gewisse Erfahrung mit, sonst würden sie es hier überhaupt nicht durchhalten. Weil die Erde der Planet mit dem freiesten Willen ist, ist sie auch der dualste oder extremste Planet. Und damit automatisch der am meisten problembehaftete Planet. Du findest keinen Planeten mit einem größeren freien Willen. Die Bandbreite, innerhalb derer ihr euch entscheiden könnt, ist gigantisch. Und das bringt gigantische Probleme mit sich. Hier klug zu navigieren ist wirklich eine große Aufgabe. Das liegt auch daran, dass ihr ohne diesen Rückhalt einer erleuchteten Glaubensgemeinschaft aufwachst, die euch an die Hand nehmen und euch Energiegesetze lehren könnte. Oder welche Technologien es gibt. Die euch Zeit gibt und die kein Geld. Und so weiter, und so weiter. All diese Voraussetzungen sind anderswo die Norm. Und bei euch nicht. Bei euch ist alles ein Kraftakt. Essen heranschaffen ist ein Akt. Bildung bekommen ist ein Akt. Das ist auf anderen Welten einfach nicht so. Da wird dir alles vorgesetzt, weil sowieso bekannt ist, dass du es für deine Entwicklung brauchst. Damit ist die Sache dann erledigt. Wer es hier schafft, hat es überall vorher schon längst geschafft.


T: Dann sind wir quasi die Abschlussklasse?

W: Die Universität, müsste man sagen. In einer Universität kommt niemand, nimmt dich an die Hand, und gibt dir einen Stundenplan. Du musst alles für dich herausfinden. Du musst wissen, wohin du gehst; mit wem, wann, und was du lernen willst. Deswegen ist das Bild der Universität nicht schlecht. Es ist auch richtig, dass das Leben in Wahrheit keine Schule ist, weil das Wissen nicht neu ist. Aber das grundlegende Bild ist treffend.

[Sonata Arctica: »Heaven, what the hell would I do in that place without you?«]

T: Mein Gott, habe ich nur Songs mit spirituellem Unterton?

W: Das interessiert dich halt am meisten und bleibt dir im Ohr.

[Lied geht weiter. »I can’t see you here. Where have you all gone now?«]

W: Wusstest du, dass es nur ganz wenige Dinge gibt, um die ihr so flammend beneidet werdet wie um eure Künstler? Viele schauen von außen auf die Erde und baden regelrecht darin, in eurer Musik und in euren Bildern und in den Farben.

T: Ich glaube, ich habe das mal gehört. Aber nein, so richtig wusste ich das nicht.

W: Wir haben ja schon oft gesagt: Kunst ist absolut systemrelevant. Es steht gerade wieder einmal zur Debatte bei euch, und das ist so traurig. [Corona-Debatte um Künstlerhilfen.]

T: Tja, das brauchst du nicht mir zu sagen.


W: Jetzt ist es wirklich schade, dass ihr dem Wissen so viel Wert beimesst und der Emotion so wenig. Ihr habt es voll und ganz vertauscht, welches von beiden das Wichtigere ist. Wissen ist schön und nett, und es bringt dich bis zu einem gewissen Punkt voran.

T: Ich habe das Gefühl, dass meine Verbindung schlechter wird.

W: Du musst die Füße wieder vom Boden hochnehmen. Sonst erdest du dich, und das entfernt dich von mir.

[Ich hatte die Füße die ganze Zeit nicht auf dem Boden. Und jetzt habe ich sie kurz abgesetzt – das erdet ja nach allgemeiner Auffassung. Ich nehme sie sofort wieder hoch.]

T: Ich hatte also doch recht. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da sagten alle, ich müsse mich erden. Ich habe das aber rundweg abgelehnt. Ich wüsste gar nicht warum!? Das ist nicht die Richtung, in die ich will. Ich will in eure Richtung. Ich will nach oben greifen und nicht nach unten Wurzeln schlagen.

W: Die meisten Menschen sind ja nicht ungeerdet dadurch, dass sie spirituell unterwegs sind – ob channelnd oder anders. Die meisten Leute sind nicht geerdet, weil sie Alkohol trinken, Party machen, Süchten nachgehen und unnötige Beschäftigungen wie Shopping nachgehen. Dieses ganze höher, schneller, weiter? Das sind Dinge, die dich nicht erden. Hier wäre die Empfehlung also gut, öfter mal zur Ruhe zu kommen und etwas Zeit dem Nachdenken zu widmen. Meditieren. Lesen. Das ist aber gar nicht dein Problem. Du läufst nicht wie ein kopfloses Huhn durch die Welt. Deswegen geht dieser Tipp, so gut er gemeint ist, an dir vorbei. Und solange du für dich fühlst, dass dieser Tipp für dich einfach nicht stimmt, und du das nicht tun musst, ist ja auch alles wunderbar. Für die meisten Leute stimmt das halt. Für die meisten Leute ist »Erde dich« ein guter Dauertipp.


T: Jetzt, wo ich so richtig schön drin bin, habe ich das Gefühl, unsere Zeit ist bald um. Könnte das sein?

W: [legt ihre Hand in ihren Nacken und sagt entschuldigend] Ja, es geht schon wieder stark aufs Ende zu.

T: Ja, wir sehen uns ja morgen, nicht wahr?

W: Das hoffe ich doch.

T: Eins noch! Vor kurzem habe ich darüber nachgedacht, was passiert, wenn ich jetzt relativ viele Tage jetzt im November nicht zum Channeln komme, weil ich aus irgendeinem Grund zu müde bin, oder mich etwas anderes ultimativ vom Channeln abhält. Ich hatte das Gefühl, dass ich dich im Ohr habe. Zum ersten Mal in meinem ganz alltäglichen Wachbewusstsein. In meinem Kopf sagtest du plötzlich: »Ach, kein Problem. Wir kriegen unsere Nachrichten schon durch.« Das war sehr beruhigend. Ich glaube, die Harpyie hat das auch gesagt. Unter allen Aspekten habe ich, glaube ich, mit ihr am seltensten gechannelt. Ich müsste nachsehen. Sie sagte damals: »Ich habe einfach nicht so viel zu sagen, wie die anderen. Das ist alles in Ordnung.«

W: [kichert] Wir haben eine Prioritätenliste, die wir abarbeiten wollen – und hoffentlich können. Und wir haben auch viele Themen, die nett sind, aber die nicht über alle Maßen drängen.

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