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  • tvahrens

Dein Lebenswerk - Dein Klumpen Lehm


05.09.2020


L: Stell dir vor, Gott gibt dir einen Klumpen Lehm. Ein kleines, formbares Bällchen. Er gibt ihn dir, wenn du geboren wirst, und du gibst ihn als fertiges Kunstwerk zurück, wenn du stirbst.

Jeder Mensch bekommt diese Aufgabe, ausnahmslos. Und wie lautet die genau? Ganz einfach: »Mach mir das hübscheste, faszinierendste Objekt, das dir überhaupt möglich ist.«


Nun, leider übt das sehr großen Druck auf einen Menschen aus – ob er sich der Aufgabe bewusst ist oder nicht. Kinder formen direkt drauf los und haben SO viel Spaß dabei! Dann aber fangt ihr an, euer Werk mit anderen zu vergleichen. Ab diesem Tag schränkt ihr euch ein. Folgt einem Beispiel, das ihr bei einem anderen gesehen habt. Und in ganz schwarzen Momenten machen einige ihr wunderbares, einzigartiges Werk sogar kaputt. Sie schlagen ihr Kunstwerk mit beiden Fäusten zu Brei, um von vorne zu beginnen. In diesem Moment geht ein schmerzhafter Stich durch die Schöpfung, die du um einen Splitter Schönheit beraubt hast.

Natürlich gibt es Sackgassen. Fast jeder biegt zwischendurch einmal falsch ab. Formt etwas an seine Figur, das nicht funktioniert. Und sicher hast du auch schon bemerkt, dass das ›Burnout-Prinzip‹ hier in diesen Zeilen beschrieben steht. Wir machen ein aktuelles Beispiel aus deiner Zeit:


Sagen wir, du bist ein recht erfolgreicher Geschäftsmann. Du hast Geld, die besten Anzüge, Karriere, ein erfolgreiches Netzwerk. Dein Stück Lehm ist also ein exaktes kleines Abbild von dir, im Anzug und so. Sehr schick. Am Tag deines Todes übergibst du dieses Figürchen, das durch deinen Tod unveränderbar ausgehärtet ist, den deinen im »Jenseits« (die ein Teil von Gott sind und deshalb für ihn sprechen können und dürfen. Das würde hier jetzt zu weit führen.)

Deine Helfer auf der anderen Seite nehmen deine Figur in Empfang und stellen sie in eine Vitrine, in der circa eine MILLIARDE sehr ähnliche Figuren stehen. Auf deine Rückfrage werden sie dir ehrlich sagen, dass die Aufgabe etwas anders lautete und du etwas Großartiges hättest formen können. Etwas Einzigartiges!

Die Aufgabe im Leben ist nicht, so zu sein wie der Rest. Nicht entsprechend einer Norm. Nicht einmal größtmögliche Erleuchtung oder das Verfolgen eines sehr spirituellen Pfades ist Grundvoraussetzung für ein »erfolgreiches« Leben. Es gibt Atheisten, die die schönsten Lebenswerke einreichen.

Die Sache ist doch die: Nicht deine Helfer werden dein Werk zurückweisen oder schlecht bewerten – und schon gar nicht Gott. Wie ein Elternteil, das ein Bild gemalt bekommt, wirst du selbstredend nur Lob hören. Aber du wirst wissen, dass du mehr hättest leisten können – und damit ist wahrlich alles gesagt.

Du betrügst dich um dein Lebenswerk, wenn du mit deinen gottgegebenen Talenten unsichtbar bleibst.


T: Moment mal ... geht es hier gerade um mich?!?!

L: Ja ... was hast du denn gedacht? Du bist sehr unglücklich im Moment, obwohl du gerade beginnst, ein wahrlich außergewöhnliches Werk zu schaffen! Eines, auf das sich sehr viele freuen und noch viel mehr sehnsüchtig warten!

Weißt du noch? Du hast ein Lieblingszitat von Superman:

»Du sagst, die Menschen brauchen keinen Retter. Aber warum höre ich sie dann Tag und Nacht einen rufen?«

Und noch ein Satz hat sich tief in dein Autorinnengehirn eingebrannt, dieses Mal von einer deiner Freundinnen: »Die Leute wissen doch gar nicht, wonach sie sich nehmen. Sie sagen, sie warten auf das nächste Buch von XYZ, aber sie können ja nur mit Worten ersehnen, was sie schon kennen!«

Du vereinst diese zwei Prinzipien: Du lieferst dringend nötige Rettung für die im (spirituellen wie körperlichen) Burnout, im gedanklichen Abgrund, in der Atheismus-Falle – und viele der Leser dieser Bücher werden nicht im Geringsten geahnt haben, dass ihre Seelen auf die Nachrichten gewartet haben, die du hier weitergibst.


T: Es ist so schwer, all das anzuerkennen. Zu glauben.

L: Siehst du, das ist der Punkt, der für uns sehr schwer zu verstehen ist. Warum ist das so? Es ist KEINE ANMAßUNG, sich aufrecht hinzustellen und zu sagen: »Meine Arbeit ist keinen Heller weniger wert als die von Einstein.

Curie.

Kant.

Hegel.

Walsch.

Cannon.

Jesus.

Buddha.«


Übe dich darin!

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