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  • The Spirit Scribe

Der Kristallpalast


03.11.2020


Ich warte auf mein Placement und muss feststellen, dass erstaunlich viele meiner Lieder vom Tod handeln. Das erste handelte von einem Amoklauf an einer Schule, das nächste sagt »the wicked witch is dead, this is the end of all the miracles.« [Demons & wizards – The wicked witch] Es könnte heute also um den Tod gehen.


Ich versuche, mich auf mein Placement zu konzentrieren, aber es geschieht noch nicht viel. Also gehe ich nacheinander die Aspekte durch. Bei den Worten »Liebe Elfen, gewährt mir höhere Kommunikation« kam plötzlich ein kleiner, eisblauer Kristall auf mich zugeschwebt, stand auf meiner Stirnhöhe still, und sandte ein eisblaues Licht aus. Eisblau isst die Farbe des Halschakras, zuständig für Kommunikation – die Hilfe kam also wie in Form eines Paketes zu mir. Ich bin sehr dankbar dafür. Zusäztlich hülle ich mich in mein Regenbogenkleid.

Schon wieder ein Lied über den Tod, von einer Band namens HURT. Weil noch immer kein Kontakt da ist, reise ich im Geiste an die Grenze unserer Atmosphäre. Schon im ersten Monat mit den Elfen war ich hier und mir wurde gesagt: »Alle interessanten Dinge geschehen an einer Grenze.« Ich kann das Gedankenbild der gigantischen Atmosphärenblase über mir sogar berühren und schimmern sehen wie eine Seifenblase. Farbreflexe hier und dort wie durch ein Prisma. Aber noch immer habe ich keine Verbindung. [Ich wiederhole die Anrufung der Aspekte.] Auf einmal tut sich etwas. Ich werde aus der »Blase« herausgehoben. Ich selbst habe mir nicht vorgestellt, das zu tun. Wie ein Fisch aus dem Wasser werde ich sachte hochgehoben und auf der planetengroßen Murmel mit ihrer Schutzhülle abgestellt. Wer mich wohl bewegt hat?

Endlich sehe ich White mit ihrer strahlend weißen Robe und dem Seitenzopf. Sie lächelt so entwaffnend.

W: [Mit Blick auf die Erde] Schau nur. Von hier oben könnte man vergessen, dass eure Meere kochen und Erdkruste an allen Stellen aufgebrochen wird. Man könnte vergessen, wie viele Bäume fallen und wie viele Tiere sterben. [Sie schüttelt den Kopf.] Was ihr noch nicht begriffen habt ist, dass ihr in einer Petrischale wohnt – mit sehr fest definierten Rändern. Es ist eine sehr kleine, sehr endliche Petrischale, wunderschön bestückt aber doch in ihren Ressourcen sehr beschränkt. Die weise Entscheidung ist nun keinesfalls, diesen Planeten per Raumschiff zu verlassen und den nächsten auszubeuten. So verhält sich nur ein Kind, das schon fünf Bonbons bekommen hat und das doch die ganze Tüte will. Klug zu handeln würde bedeuten, nur so viel zu entnehmen, wie wiederhergestellt werden kann. Weise zu handeln würde bedeuten, mehr wiederherzustellen als ihr entnehmt, um für die Zukunft vorherzusagen.

Bei Geld versteht ihr das Prinzip sofort. Man muss etwas auf dem Sparkonto haben für schlechte Zeiten! Aber das Sparkonto der Erde ist nicht nur leergeräubert, es ist im Minus. Und ihr hört einfach nicht auf, aus diesem Topf zu schöpfen. Du weißt das alles, ich erzähle dir hier nichts Neues. [Reicht mir eine Hand.] Willst du mal mit zu uns kommen? Wir sind dir bisher weit entgegengekommen, nun besuch du doch mal uns.

T: Kann ich denn?


W: Du kannst es probieren. Keine Angst, dir kann nichts passieren. Egal wo wir hingehen, die größte »Gefahr« ist, dass du etwas nicht sehen oder nicht verstehen kannst. So wie am ersten Tag unseres Gesprächs erinnerst du dich? Es war für dich nicht gefährlich, uns als diese Nebenfiguren zu sehen. Es war nur nicht KLAR. Also komm!

Wir gleiten eine Weile durchs All, dann stehe ich in einer Halle. Das einzige Wort, das diesem Gebäude gerecht wird, lautet Kristallschloss! Ein »Fortress of solitude« (Superman). Als wäre es erbaut aus Millionen fingerlangen, farbigen Kristallen. Die Farben des Councils wiederholen sich immer wieder in der Struktur. Hellblau, hellgrün, weiß, gelb, rot.

In der großen Halle ist vorne ein breiter Gang, dann öffnet sich der Raum zu einer runden Plattform. Man merkt, dass hier, über dem runden Teil, die Kristalle in die Höhe gehen wie ein Turm. Obwohl es kein einziges Fenster gibt ist der Raum hell, weil die Kristalle selbst hell sind. Das ganze Gebäude hat eine eigene Energie und bündelt auch Energie. In diesem runden Bereich merkt man das sofort.

W: Herzlich willkommen in meinem Lieblingsraum!

T: Gibt es dieses Gebäude wirklich irgendwo? Physisch?

W: Oh, nein. Das ist nicht nötig. Es ist ein »Gedankengebäude«, wie ihr so schön sagt. Es ist nicht greifbar, aber es erfüllt dennoch gut seinen Zweck. Oder vielleicht gerade deshalb.


T: Warum bist du so gerne hier?

W: Ich kann hier in Ruhe arbeiten. Du wärst überrascht, wie »voll« es an anderen Treffpunkten in der geistigen Welt werden kann. Dies ist ein Raum der Konzentration.

T: Ich bin froh, dass ich es hier hergeschafft habe.

W: Na ja, du wirst eben besser.

T: Dolores Cannon musste die Leute SO tief in Hypnose schicken, damit sie ähnliche Orte besuchen können.

W: [winkt ab] Ach, das war vor SO vielen Jahren! Die Energie auf der Erde hat sich seitdem weiterentwickelt. Alles ist jetzt viel zugänglicher.

T: Was tust du normalerweise, wenn du hier bist?

W: Hauptsächlich sehe ich mir Zusammenhänge an. Weißt du, je größer das System ist, das du überwachst, desto genauer musst du recherchieren, um alle Details zu kennen. Damit du schlussendlich eines verändern kannst. Ich sagte schon einmal: Selbst wenn wir an kleinsten Schräubchen drehen, können wir einen regelrechten Erdrutsch an Konsequenzen auslösen. Ich muss also lange die Zusammenhänge prüfen, bevor ich an einem Schräubchen drehen kann. Ich nutze dazu u.a. Varianten in der Zeit – ich beschaue mir also den maschinengewebten Stoff namens ZEIT und gehe in den Maschen und Reihen vor und zurück. Ich sehe an, was ich ändern könnte und was das für Auswirkungen hätte. Es gibt Fälle, da entfernst du einen kleinen Vogel von einem Planeten, und auf einem anderen bricht Krieg aus. Deswegen recherchiere ich sehr lange!

T: Jormungandr hat mir mal gesagt, dass er die »Drecksarbeit« macht für höhere Wesen. War so etwas damit gemeint? Er sagte: »Ich versenke die Schiffe der Entdecker, die du nicht kennen sollst.« Ist das so?


W: [tut sich mit der Antwort schwer] Du darfst dir das nicht so vorstellen, dass wir ein Schiff zur Strafe versenken. Dieses Beispiel ist schon hoch komplex. Erinnerst du dich an diese Fälle wo Menschen sagen: »Ich bin an diesem Tag aufgestanden und hatte schon ein schlechtes Gefühl«? Oder »Meine Intuition hatte gesagt, ich soll zu Hause bleiben«? All diese Dinge sind intuitive Zeichen, was geschehen/nicht geschehen sollte. Wenn all diese Zeichen darauf deuten, dass du nicht aus dem Haus gehen solltest, aber du tust es trotzdem – besteigst dein Boot und segelst hinaus – und dann sinkt dein Boot, dann kann Jormungandr zwar sagen, er hätte das Boot versenkt, aber in jedem Schritt vorher hätte ein anderer Weg gewählt werden können. Meistens legt ihr euch diese Zeichen sogar SELBST in den Weg. Es kommt kein Geist oder Wesen von außen und arbeitet dir diese Zeichen zu, das ist ein Mythos. Es schwirren nicht überall Heinzelmännchen und Feen herum – die wüssten gar nicht, was sie *genau* tun sollen! Deine Seele legt sich diese scheinbaren Steine selbst in den Weg. Und euer Normalbewusstsein sagt dann oft genug: »Pfff, ich gehe trotzdem weiter!«

Hier sei angemerkt: Innehalten kann Leben retten – vor allem deines! Seid sehr, sehr vorsichtig mit diesen Zeichen. Eines ist schon ein deutlicher Hinweis. (»Ich kann heute nicht arbeiten gehen«. »Ich kann heute nicht nach xy fahren wie sonst«.) Zwei Zeichen der gleichen Art sind im Grunde ein überdeutliches Signal. Und noch mehr Zeichen sind der sichere Hinweis, dass dein Vorhaben scheitern wird. Die Seele legt diese Zeichen bereit, denn sie kennt die Zukunft. Sie weiß, wie das Gewebe der Zeit (höchstwahrscheinlich) weitergehen wird.

[Timer abgelaufen.]

W: Der Deserteur ist derjenige mit der besten Intuition – und darum wird er auch bestraft. Denn Intuition war noch nie gerne gesehen. Der Kämpfer dient dem König, aber der Deserteur ist König in seinem eigenen Leben.

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