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  • The Spirit Scribe

Der Meister erscheint

30.09.2020


T: Heute ist unsere letzte gemeinsame Session und ich bin krank. Zuerst war ich deshalb irritiert und zornig, aber dann änderte sich schlagartig alles. Ich verstehe plötzlich, warum es so sein muss. Seit heute Mittag bin ich weder zornig noch besorgt. Denn ich weiß,

warum. Danke, dass du über mich wachst. Es gibt keine bessere Planerin als dich. Ich habe mich den überwiegenden Teil des Monats getragen, geliebt und wertgeschätzt gefühlt und das verdanke ich dir. Also: Danke. Wieder und wieder und immer wieder danke.


L: Indem du anerkennst, dass mein Eingreifen dich weiterbringt, obwohl es wie ein Stopp erscheint – und vor allem, indem du diese Stopps ehrst und einhältst – erlaubst du mir, immer tiefer in deinem Leben Wurzeln zu fassen und dort wahre MAGIE zu wirken. Lass den heutigen Tag lange und gut in dein Gedächtnis einsickern. Merkst du es? In dem Moment, als der Anruf aus der Schule kam, fiel meine Blockade namens »Krankheit« zu einem Großteil von dir ab.

T: Ja, das war überdeutlich. Ich bin ein überaus gewissenhafter Mensch und ich liebe meine neue Arbeit, aber heute Morgen schrie mein Körper: »Bleib im Bett!« Gliederschmerzen,

Ohrenschmerzen, Schüttelfrost, bleierne Müdigkeit. Also habe ich mich zum Arzt geschleppt statt ins Büro. Unser Sohnemann ist schon seit drei Tagen zu Hause, obwohl ihm augenscheinlich nicht viel zu fehlen scheint. Immer wieder habe ich überlegt, ihn wieder zur Schule zu zwingen.

Und dann, PENG, der Anruf: Corona-Großalarm in der Betreuungsgruppe seiner Schule. 48 Stunden freiwillige Quarantäne empfohlen. Und mit einem Schlag kam mir in den Sinn: Er hat sich nicht rausgeredet (wie wir zwischendurch vermuteten). Er hat sich rausgerettet. Er wäre sonst noch tagelang auf die vielleicht infizierten Kinder getroffen.

L: Du hast gut daran getan, seine Intuition zu ehren. Und dich bei ihm zu entschuldigen für deinen Verdacht auf Faulheit – denn es geht ihm ja tatsächlich gut. Er wusste, er muss aussetzen – zum Wohle aller. Seine Intuition bleibt intakt. Und ich kann euch so gesund,

wie mir irgend machbar war, an den nächsten Aspekt verweisen. Das WISSEN, das du im kommenden Monat ansammeln wirst, beinhaltet alles, was es sich zu wissen lohnt. Aber Obacht: Ähnlich wie die Informationen der Elfen wird viel davon unüberprüfbar bleiben. Wir wissen, wie sehr dich das ärgert. Und doch bleiben die Inhalte universeller Wissen- und Weisheitsnachrichten immer gleich.

T: Kann ich heute einen Namen erfahren?


Kei yu san.

T: (testet den neuen Namen energetisch)

»Kei yu san, gewähre mir Wissen,

Kei yu san, gewähre mir Wissen,

Kei yu san, gewähre mir Wissen!«


Kei yu san: Nun haben wir eine Verbindung aufgebaut. Ich bin stolz auf dich.

T: Danke, dass Ihr gekommen seid, Meister. Wow, es macht mir Spaß, Euch so zu nennen!

K: Und es macht mir Freude, dich wiederzusehen. Den Weg wieder gemeinsam mit dir zu gehen. Obwohl ich (das Wissen) kein größerer Lehrmeister bin als die anderen, behandeln mich viele Menschen heute als ihren ultimativen Gott und schieben alles andere von sich. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist das eine Perversion. Denn ich bin, um genau zu sein, nur eine von vielen Wasserschalen in einem Tempel.

T: Hehe, das ist gut gesagt. Ich freue mich schon riesig. Ich hoffe, die Musikwahl ist angenehm für dich? [japanische Flöte Shakuhachi, Meditationsmusik]

K: Wie du dich vorhin richtig erinnert hast, lieben wir beide die Erhu [asiatisches Cello mit nur einer Saite]. Mehr davon wäre toll. Aber das ist auch hübsch.

T: Okay! Was wird dein Erkennungszeichen sein? Hast du eines?

K: Dir wird sehr viel Sinnloses am Wegesrand auffallen. Schreiend unlogische Dinge. Also,

noch mehr als jetzt schon. Und doch muss der Grundtenor des Menschen bleiben: »Ich weiß, dass ich nichts weiß!« Sonst geht die Demut verloren. Lilly hat hier abermals einen großen Vorteil gegenüber uns anderen, denn du kannst problemlos lieben, ohne viel zu wissen - wie ein Baby zum Beispiel. Aber du solltest nie wissen, ohne zu lieben. Das endet schrecklich, glaube mir.


T: Lilly ... ich habe keine Worte dafür, wie gerne ich dich bei mir hatte. Und ich will mich auch gar nicht in Abschiedsworte verstricken, denn ich weiß, dies ist kein Abschied.

L: Absolut richtig. A. hat es schön formuliert: »Sie ist immer nur einen Gedanken weit entfernt.« Ganz genau so ist es. Ich gehe nirgendwo wirklich hin. Ich bin in jeder Sekunde bei dir!

T: Meister, wir sprechen uns morgen, ich kann es kaum erwarten!

K: Ich freue mich auch auf unsere Zeit. Ich plane ehrlich gesagt, sie auf Äußerste auszureizen.

T: Oha, da bin ich gespannt. Dann mal los!


["san" heißt auf Japanisch übrigens "Herr" oder "Mister", aber auch "Frau". Es ist quasi eine angehängte höfliche Anrede.]


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