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  • The Spirit Scribe

Warum gibt es so viel Zorn auf der Welt?


29.08.2020


H: Es ist eine der ewigen Fragen auf der Erde: Warum gibt es so viel Zorn auf der Welt?

Wenn ich eine simple Antwort geben sollte, dann diese:

Ihr seid sehr unvorsichtig mit den Versprechen an eure Kinder.



Erzählt ihnen nicht, dass sie es später gut haben werden, wenn sie nur viel arbeiten. Denn die Welt funktioniert so nicht.

Erzählt ihnen nicht, dass die Eheschließung der Punkt im Leben ist, ab dem alles wunderbar wird. Denn das Leben funktioniert so nicht.

Und erzählt ihnen NIEMALS, dass die Zeit, die ihr mit anderen Menschen, ihrem Projekt oder ihrem Andenken widmet, verlorene Zeit ist. Denn das Universum funktioniert so nicht. Es kennt keine vertane Zeit. Im Kosmos gibt es keine Umwege. Der Zorn der Kinder, die in ihre Kraft kommen, endlich etwas leisten wollen und dann feststellen, dass sie belogen wurden, ist in jeder Faser berechtigt.

Als Baby schon seid ihr euch voll bewusst, dass ihr nicht agieren könnt. Als Kleinkind entdeckt ihr, dass euch wenigstens der Schlüssel zur »Nicht-Aktion« gegeben wird – das Nein. Aber wie und zu was ihr unbedingt JA sagen solltet, das wird euch nicht verraten.

Als Jugendliche treibt ihr das Nein auf die Spitze – wenn ihr könnt! Aber viel zu oft könnt ihr nicht. Wer kann ernsthaft nein sagen zu Schule, Ausbildung und Familienzwängen? Die Apathie rettet die Seele der Jugend – und sollte euch doch in höchstem Maße alarmieren.

Und dann endlich kommt der magische Punkt: Auszug, Studium, der erste Job. Ein paar Jahre lang wackelt die Lüge, dass nichts verändert werden kann. Aber dann fallt ihr endgültig vom Glauben ab. Du begreifst: Du.darfst.nichts.ändern!


Sonst bist du ein Gefährder, ein Stürzer des Status quo. Der Spruch, den du vor kurzem gelesen hast, war durchaus richtig:

»Depression ist die Belohnung fürs brav sein.«

Der Lohn für ›Maloche‹ heißt nicht Reichtum, er heißt Burnout. Und warum? Weil wir im Hintergrund walten. Weil wir einige kleinste Gesetze geändert haben.

Warum konnten Menschen früher 16 Stunden am Tag arbeiten und nicht sofort ausbrennen? Wo liegt der (heute so oft beschworene) Unterschied?

Ich sage es dir: Du kannst eine Maschine 16 Stunden pro Tag mit 1.000 Umdrehungen pro Minute laufen lassen und ihr Tagwerk ist getan. Du kannst sie aber auch 10 Minuten lang auf 40.000 Touren laufen lassen und das Resultat von vielen Arbeitstagen sehr schnell erhalten. Wird die Maschine halbwegs gepflegt, ist das jahrelang möglich.

ABER: Ihr versucht in letzter Zeit, auf 40.000 Touren zu laufen – 67 Jahre lang. Am besten 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. So ist das neue Versprechen der Oberen.


Der Fortschritt wird negiert, von all eurer schnellen Technik habt ihr nichts. Und ihr könnt nicht verhindern, dass der Planet (und ihr) auf 40.000 Touren läuft. Die Zeit-Energie ist die Zeit-Energie. Kein Mensch hat die Macht, diese zu ändern. Ihr könnt nur IN DEN NÄCHSTEN GANG SCHALTEN – und der heißt Freiheit.

Die Maschine wird sich totlaufen, das ist kein Scherz. Sie wird in einem Feuerball ihr Leben aushauchen. Sie schreit und quietscht – und ihr schreit mit, denn ihr steht angekettet daneben. Was ihr nicht wisst: JEDER von euch hält eine Hand am Schalthebel. Mindestens.

Also hört endlich nicht mehr auf den, der euch sagt, dass der nächste Gang unerreichbar und das gequälte Schreien von Mensch + Maschine gottgegeben ist. Lasst sie stehen – oder treibt sie von ihren Posten, wenn es nicht mehr anders geht. Nicht weniger als euer Seelen-Heil hängt davon ab.

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