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  • tvahrens

Worum uns die geistige Welt beneidet


08.10. 2020


T: Wo genau befindest du dich, Meister?

K: Auf dem morphischen Feld, natürlich. Es ist meine Wiese, auf der ich umherstreife, jeder Punkt auf seinem Raster ist mein Trittstein. Ich werde nicht müde, auf seinen Pfaden zu wandern, die sich wie Neuronen über deinen schönen, wenn auch etwas verschandelten Planeten erstrecken.


T: Du bist ein wahrer Dichter.

K: Und ich habe dich gut gelehrt!

T: Ich danke dir so sehr.

K: Gern geschehen. Ich genieße es wirklich, deine Arbeit und deinen Weg zu beobachten. Du siehst es vielleicht nicht aus deiner Perspektive, aber du machst dich sehr gut. Die Aspekte hatten große Hoffnungen in deine Challenge gesetzt, und du hast sie bereits übertroffen.

T: Was waren ihre Befürchtungen?

K: Nun, zum einen, dass mehr Menschen in deiner Nähe an dieser Seuche erkranken und dein Geist vor Angst erstarrt. Natürlich hätten wir dich dafür nicht verurteilt – selbst wenn das bedeutet hätte, dass du die Arbeit an dieser momentanen Aufgabe ganz einstellen musst.


T: Was noch?

K: Ich persönlich habe befürchtet, dass du dich nicht mit mir verbinden würdest ... oder könntest. Ich bin nicht gerade auf einer besonders niedrigeren Frequenz unterwegs. Ich dachte, es gäbe Tage, an denen wir reden könnten, und Tage, an denen du dich aufladen müsstest.

T: Eigentlich finde ich es sehr angenehm, mit dir zu reden! Ich glaube, ich hatte die größten Schwierigkeiten mit Jormungandr, denn eine sprechende Riesenschlange ist wirklich ... nun ja ... monströs!

K: Ich liebe diese Doppeldeutigkeit.

T: Alles Zufall, lieber Meister.

K: Bist du sicher? Jormungandr war natürlich nur deine Art, den Aspekt des Gleichgewichts zu interpretieren. Wir haben darüber gesprochen. Andere Leute hätten griechische Tempel oder andere körperlose Konzepte gesehen. Deshalb ist das Bedürfnis nach Namen für energetische Wesen so lächerlich. Jesus oder Jeshua, Zeus oder Odin ... es ist wirklich nicht so wichtig!

[Der HOME-Soundtrack spielt mongolische Musik mit Kehlkopfmusikerin Gombodorj Byambajargal.]

K: Oh, ich liebe sie. Der Kehlkopfgesang war mir immer lieb. Wie für uns gemacht. Wir haben ihn damals stundenlang genossen. Wenn ich nur eine Minute eines einzigen Konzerts davon erleben könnte, würde ich vor Freude weinen.


T: Wirst du nie wieder inkarnieren, Meister?

K: Nein, ich glaube nicht. Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht geplant.

T: Ist es dein »Job«, mit mir zu sprechen?

K: Ein Teil davon, sicherlich. Aber ein »Job« ist eine sehr starre Sache in eurer derzeitigen Denkweise. Es ist eine FREUDE, der ich nachgehen darf, um es mal so zu sagen. Denn seien wir mal ehrlich: Ewiges Herumsitzen klingt doch ziemlich höllisch, oder? Und egal, was Geister wie Dionysos einem weismachen wollen, auf unserer Seite des Schleiers können wir nicht einmal Essen und Trinken genießen. Versteht mich nicht falsch, dieser Zustand des ultimativen Wissens ist SEHR schön, aber vergesst nie die Freude an den Sinneswahrnehmungen. Riecht an den Blumen, haltet inne, um den Sonnenstrahl auf dem Gesicht zu genießen, und, bei Gott, trinkt so viel Tee, wie Sie in die Finger bekommt.

T: [kichert] Ich habe heute frische marokkanische Minze gekauft. Eigentlich für einen Salat, aber ein paar Blätter wurden sofort zu Tee. Wunderbar! Es sind wirklich die einfachen Dinge, nicht wahr? Die besonders himmlisch sind?

K: Auf jeden Fall. Der ganze Himmel liegt in einer Umarmung. Und die ganze Hölle kann in einer Berührung liegen.

T: Polarität.

K: Ja.


T: Diese letzten paar Tage sind seltsam. Ich fühle mich ruhiger als jemals zuvor. So viel weniger »Ich muss in x Minuten da sein«, »Ich muss einkaufen, organisieren, schreiben, kommunizieren«: Ich fühle mich sogar bereit für einen weiteren Lockdown. Ich denke, nach 2020 wird uns einfach nichts mehr schocken. Zumindest hoffe ich das sehr!

K: Die meisten von euch lernen jetzt schneller. Das wird euch von großem Nutzen sein. Egal, was kommt.

T: Also ... was kommt? (Sofortige Assoziation mit »Game of Thrones«: Der Winter kommt!)

K: [er lächelt traurig] Nun, der Winter kommt wirklich. In mehr als einer Hinsicht, fürchte ich.

T: Was meinst du?

K: Lass uns diesen schönen Tag nicht so beenden. Es wird ein Morgen geben, und für euch Menschen ist das die einzige Zeitspanne, die jemals eine greifbare Bedeutung für euch hatte. Nach dem Morgen ist nichts mehr sicher, und das muss es auch nicht sein.

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